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Geothermie, ein Schritt zur CO2-armen Wärme- und Stromversorgung

Erdwärme (Geothermie) ist eine unerschöpfliche, von Klima, Tages- und Jahreszeit unabhängige Energiequelle zur Wärme- und Stromerzeugung.

Die Nutzung kann einen wichtigen Beitrag zu einer umweltverträglichen, zukunftsgerichteten Energieversorgung in unserem Kanton leisten.

Geothermie kann zu Heizzwecken und ab einer gewissen Tiefe zur Stromerzeugung genutzt werden. Nutzungsformen der Geothermie (pdf folgt)

Oberflächennahe (untiefe) Geothermie

Oberflächennahe Geothermie zur Wärmegewinnung wird in der Schweiz und im Kanton Thurgau häufig genutzt. Die am meisten verbreitete Form ist die Erdwärmesonde, welche zusammen mit einer Wärmepumpe eine umweltfreundliche und wirtschaftliche Gebäudeklimatisierung ermöglicht. Bis Ende 2015 wurden im Thurgau 5 3‘500 Bewilligungen für Erdwärmesonden erteilt. Mehr Informationen zu Wärmepumpen

Tiefe Geothermie

Das grosse Wärmepotenzial steckt in Tiefen ab rund 3‘000 Metern mit Gesteinstemperaturen von über 100°C. Gelingt es, diese Wärme zu nutzen, kann geothermisch sogar Strom erzeugt werden.

Noch bestehen technische und wirtschaftliche Unsicherheiten. Der Regierungsrat ist bestrebt, gute Rahmenbedingungen für die Geothermie im Thurgau zu schaffen und hofft, dass bis spätestens 2022 ein Erdwärmekraftwerk den Betrieb aufnehmen kann.

Im Thurgau wird bereits seit 25 Jahren die Wärme aus der Tiefe zur Beheizung des Thermalbads Egelsee in Kreuzlingen genutzt. Und in Schlattingen ist ein Wärmeprojekt in Umsetzung, bei welchem Treibhäuser mit Erdwärme beheizt werden sollen. Mehr Informationen zum Geothermieprojekt Schlattigen

Weitere Informationen zur Tiefengeothermie

Studie Strom aus dem Untergrund der TA-SWISS (Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung): Kurzfassung (deutsch), Gesamter Bericht (englisch), Video auf Youtube